BÜRGERPLATTFORMEN

In Spandau wird aktuell (Stand 2017) eine Bürgerplattform aufgebaut. Eine Bürgerplattform ist ein Zusammenschluss von vielfältigen zivilgesellschaftlichen Gruppen mit dem Ziel, konkrete Missstände und Probleme vor Ort zu verbessern. 

 

In Bürgerplattformen versammeln sich Frauen und Männer mit verschiedenen kulturellen Wurzeln, Religionen, Berufen, Interessen, Überzeugungen, um sich gemeinsam zu engagieren, Probleme zu erkennen und zu lösen.

 

Sie bestimmen selbst über die Themen, das zur Verfügung stehende Geld und übernehmen so als Bürger langfristig Verantwortung für sich, Andere und das gemeinsame Lebensumfeld.

 

Gemeinsam verändern die Menschen in der Bürgerplattform Umgangsformen in bürokratischen Behörden, verbessern Infrastruktur und Verkehrssituation, schaffen bedarfsgerechte Bildungseinrichtungen oder treten ein für Sauberkeit und Ordnung in ihrer Nachbarschaft. 

 

In einer Bürgerplattform treten Bürger* als kritisch-konstruktiver Partner von Politik, Verwaltung und Wirtschaft auf und verhandeln auf Augenhöhe mit Entscheidungsträgern über Missstände und Probleme, die sie ganz konkret betreffen. 

In Berlin haben sich in den letzten 15 Jahren drei Bürgerplattformen gegründet, eine weitere besteht seit 2015 im Kölner Norden. Aktuell (Stand 2017) wird in Berlin Spandau die vierte Bürgerplattform in Berlin aufgebaut.

 

Die Bürgerplattform in Berlin Spandau wird parteipolitisch, ideologisch und finanziell unabhängig als auch überkonfessio­nell und generationsübergreifend arbeiten.

 

Mitglieder können verschiedenste vor Ort ansässige und engagierte lokale Gruppen sein - vom Bildungsträger zum Sportverein bis hin zur religiösen Gemeinde. 

 

Da die meiste Arbeit in der Bürgerplattform ehrenamtlich passiert, braucht es einen professionellen Community Organizer. Dieser spürt die vereinzelten Organisationen auf und vernetzt sie miteinander, organisiert Veranstaltungen und treibt den Aufbauprozess mit den Organisationen voran.

 



Alles hat seinen Anfang

 

Die Idee der Bürgerplattformen stammt aus den USA. Community Organizing hat seinen Ursprung im Chicago der 1930er Jahre. In Berlin haben sich in den letzten 15 Jahren in drei verschiedenen Bezirken Bürgerplattformen gegründet. Eine weitere besteht seit 2015 im Kölner Norden.  

 

 

Da die meiste Arbeit in den Bürgerplattformen ehrenamtlich passiert, braucht es einen professionellen Community Organizer, der diese zuvorderst aufbaut, Treffen organisiert und moderiert und schließlich Kampagnen begleitet u.v.m.  Dieser wird vom Deutschen Institut für Community Organizing (DICO) in Berlin gestellt, das auch alle weiteren Bürgerplattformen begleitet. 

 

 

Die Bürgerplattform in Spandau wird seit April 2016 durch eine Community Organizerin aufgebaut. Warum Spandau? Spandau stellen sich große Herausforderungen: die Armut im Bezirk hat zugenommen, nach wie vor werden ärmere Familien aus der Innenstadt nach Spandau verdrängt, der Anteil an Erwerbslosen steigt u.v.m. 

 

Gerade hier wird eine Bürgerplattform gebraucht, in der sich betroffene Spandauer zusammen schließen, um sich für Verbesserungen vor Ort zu engagieren. Die Resonanz des Aufbau-Prozesses bei vielen zivilgesellschaftlichen Gruppen zeigt: Spandau will eine Bürgerplattform! 

 

Da sich die Bürgerplattform in Spandau im Aufbau befindet, unterliegt die Website stetigen Aktualisierungen. Sie dient der Information über den Aufbau der Bürgerplattform für interessierte zivilgesellschaftliche Organisationen und Unternehmen.

 

Ab der offiziellen Gründung der Bürgerplattform wird die Seite kontinuierlich aktualisiert. Hier finden Sie dann Informationen über die Aktivitäten der Bürgerplattform.

 

 

*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.