der Bezirk spandau

Der Bezirk Spandau hat eine lange Geschichte.  Schon 1232 wurde die Stadt Spandau urkundlich erwähnt.  Der Bezirk Spandau wurde dann 1920 aus der Stadt Spandau sowie mehreren umliegende Gemeinden und Guts-bezirken gebildet. Heute ist der Bezirk mit 91,878 Quadratmetern der flächenmäßig viertgrößte in Berlin. 238.278 Einwohner (Stand Juni 2016) leben in den insgesamt neun Stadtteilen des Bezirks. 

 

Der westlichste Bezirk ist für viele Neuberliner das erste, was sie von Berlin sehen. Wer in Tegel landet fliegt über Spandau, wer mit dem ICE aus Hamburg, Köln oder Frankfurt anreist, kommt erst einmal durch Spandau. Wälder, Wasser, die Altstadt mit ihrem Fachwerk biete ganz nah an Berlin viel Erholung.

 

Aber auch Spandau hat Kieze, die als Problemviertel gelten: ob das Falkenhagener Feld, Heerstraße Nord oder auch diverse Kieze rings um die Altstadt. Viele Industrie- und Gewerbebetriebe haben den Standort ‘Spandau’ aufgegeben, der Anteil der Erwerbslosen sowie die Zahl der Haushalte, die auf staatliche Hilfen angewiesen sind, hat deutlich zugenommen. Im Bezirk Spandau sind 18,6 % der Bevölkerung von Armut gefährdet. 

Es entstanden industrielle Brachflächen, Veränderungen in der Einzelhandelstruktur, noch nicht ausgenutzte und zu dicht geplante Wohnungsbauareale und vom sozialen Abstieg bedrohte Wohnviertel. In manchen Stadtteilen steigen die Mieten übrigens auch hier. 

 

Vieles davon beeinflusst die Menschen in Spandau ganz konkret vor Ort. In der Bürgerplattform Spandau schließen sich betroffene Spandauer und ihre  zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen, um sich für Verbesserungen von ebendiesen Problemen vor Ort zu engagieren.

 

Quellen: